Osnabrück
1. Preis auf 6. Deutscher Chorwettbewerb Osnabrück
Fr., 10.05.2002
8. -12. Mai 2002: 6. Deutscher Chorwettbewerb Osnabrück, unsere Beteiligung im zweiten Wettbewerbsteil, Kategorie D1, gemischte Jugendchöre. Donnerstags abends Proben in geschäftiger Betriebsamkeit im eigens angemieteten ev. Gemeindesaal von Bad Rothenfelde, unserem Chorquartier. Donnerstag morgens Einsingen und Kurzkonzert in der Klinik Bad Rothenfelde dann husch, husch zum Wettbewerb in die Stadthalle Osnabrück. Gute Stimmung, gutes Publikum, positive Grundspannung. Bei Ain't misbehavin' erhält Lydia für ihr Solo beinahe den streng untersagten Zwischenapplaus. Wir gehen von der Bühne mit dem Gefühl: wir haben die Leute beeindruckt, vielleicht gar begeistert. Die Ereignisse bis zur Ergebnisbekanntgabe am Samstag sind nicht immer nur erfreulich. Eine Kommunikationspanne bewirkte dass wir, im Gegensatz zu Regensburg, für kein weiteres (oder eigentliches) Konzert eingeplant waren. Ich fürchte, kein anderer Chor war so wenig als Chorgemeinschaft zu sehen, zu hören und zu spüren wie der unsrige. Am Samstag quetschte man uns noch in ein Begegnungskonzert kurz vor der Preisverleihung. Anyway. Die Jury verlieh uns einen ersten Preis mit 23,4 Punkten, neben dem Jugendchor der Landesschule Pforta mit 23,8 Punkten. Dicker Wermutstropfen: Im Gegensatz zu anderen Doppelpreisträgern, insbesondere der ersten Wettbewerbshälfte, durften wir nicht im Festakt zur Preisverleihung singen und blieben so weiterhin ungesehene Schattenfiguren in der Masse. Alles aus Angst, unsere Sponsoren und Politikerherzen könnten sich langweilen. Well, so be it - der deutsche Musikrat, ein Teil unserer bundesdeutschen Bürokratur. Dank Insolvenzverfahren lässt das Preisgeld noch Jahre und Monate auf sich warten und fällt auch geringer aus als veranschlagt.
